Stasi-Vergangenheit in Brandenburg; Linke und Andere

AUFGEFLOGEN

Stasi-Fälle bei der Linken



AXEL HENSCHKE
Er holte das Direktmandat in Frankfurt (Oder), obwohl bekannt war, dass er erst hauptamtlicher Mitarbeiter der Staatssicherheit, und zwar Schließer in einem Stasi-Gefängnis, war und dann als IM „Ingolf Köhler“ spitzelte.


GERD-RÜDIGER HOFFMANN
Als IM „Schwalbe“ hat er Mitschüler und Kameraden bei den Grenztruppen denunziert, womit er bis jetzt nicht offen umgeht. Er will gegen das Votum der Partei sein direkt gewonnenes Mandat behalten.


GERLINDE STOBRAWA
Der IM „Marisa“ denunzierte noch 1988/1989 Untergebene bei der Stasi. Als Vizepräsidentin des Landtages trat sie zurück. Das Mandat will sie behalten, weil sie 1992 eine IM-Verpflichtung eingeräumt hatte.

HANS-JÜRGEN SCHARFENBERG
Er ist Innenexperte der Linken. Seit 1995 ist bekannt, dass der ehemalige Dozent von 1980 bis 1986 IM „Hans Jürgen“ für die Stasi arbeitete. Er will wohl bei der Oberbürgermeisterwahl 2010 in Potsdam antreten.



KERSTIN KAISER
Seit 15 Jahren ist bekannt, dass die heutige Fraktionschefin als IM „Kathrin“ während ihres Studiums in der damaligen Sowjetunion Studenten bespitzelte. Unter den Linken geht sie am offensten mit dieser Vita um.


RENATE ADOLPH

Sie verheimlichte es bis zum Schluss: Nun legte die 55-Jährige ihr Mandat nieder, weil sei als junge Frau für die Auslandsspionage tätig war. In der DDR hatte sie Karriere als Journalistin gemacht. thm

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 02.12.2009)Weiterlesen unten: 


Brandenburg: "AUFGEFLOGEN - Stasi-Fälle bei der Linken//03.12.09

Artikel oben voll identisch mit Artikel "Tagesspiegel und "Weiterlesen.


DIETHELM PAGEL

Er war von 1975 bis 1986 mit Unterbrechungen inoffiziell für den
Staatssicherheitsdienst der DDR gearbeitet haben soll. Nach Mitteilung der Stasiunterlagenbehörde gehe aus den bisher erschlossenen Akten hervor, dass Pagel während seiner Armeezeit "GMS" (Gesellschaftlicher Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes) wurde und Berichte abgegeben habe, so der Ältestenrat. Nach Aktenlage endete die Zusammenarbeit erst elf Jahre später.

Weierlesen unten:
Lausitzer Rundschau: Neuer Stasi-Fall bei Brandenburger Linkspartei//06.01.2010



MANFRED STOLPE (SPD) MINISTERPRÄSIDENT a.D.

Frankfurt (Oder) - Brandenburgs früherer Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) hat Vorwürfe der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, zurückgewiesen, er habe die frühere Bildungsministerin angewiesen, über seine Gespräche mit der Stasi zu schweigen. Dies sei "unwahr", erklärte Stolpe in der "Märkischen Oderzeitung". Er selbst habe seine Kontakte zum DDR-Machtapparat, auch zum Ministerium für Staatssicherheit (MfS), offengelegt. 
Weiterlesen unten:
Stasi-Vergangenheit: Stolpe weist Vorwürfe zurück//05.01.10

Die künftige Stasi-Beauftragte über ihren neuen Job und Brandenburgs Image//13.12.09

Veröffentlicht von Harry Hinz (hhinz) am 06.01.2010
Stasi-Vergangenheit in Brandenburg; Linke und Andere >>

Die künftige Stasi-Beauftragte über ihren neuen Job und Brandenburgs Image//13.12.09

 

Ulrike Poppe soll erste Stasi-Landesbeauftragte in Brandenburg werden. Mit der 56-Jährigen sprach Igor Göldner.
 
MAZ: Frau Poppe, Sie sollen Stasi-Beauftragte werden. Was gab den Ausschlag, das Angebot anzunehmen?
 
Ulrike Poppe: Zunächst ist es eine große und nicht leichte Aufgabe. Ich habe auch anfangs ein wenig gezögert. Vieles ist in Brandenburg bisher unter den Teppich gekehrt worden. Was sich bitter rächt, wie wir an den jüngsten Ereignissen im Landtag sehen.
 
Was glauben Sie bewirken zu können?
 
Poppe: Ich will versuchen, eine Atmosphäre zu schaffen, in der offene und sachliche Kontroversen über die Vergangenheit stattfinden können. Statt Pauschalbeurteilungen und Schwarzweißbilder möchte ich eine Differenzierung ermöglichen, die den Menschen, die unter Diktaturverhältnissen leben mussten, gerecht wird. Ich sehe meine Aufgaben auch darin, dazu beizutragen, dass die Leiderfahrungen und Widerstandsgeschichte der Opfer der Diktatur gewürdigt werden. Was frühere Stasi-Tätigkeiten betrifft, so werde ich mich dafür einsetzen, dass immer im Einzelfall Art und Umfang dieser Tätigkeit geprüft werden. Entscheidend aber sollte sein, wie sich der Betreffende in den letzten 20 Jahren dazu verhalten hat.
 
20 Jahre gab es in Brandenburg keinen Stasi-Beauftragten. Kommt der Posten jetzt nicht viel zu spät?
 
Poppe: Er kommt sehr spät. Es ist viel Versäumtes nachzuholen. Der Bedarf besteht weiterhin sehr deutlich. Deshalb ist es nicht zu spät.
 
Wo wollen Sie als Landesbeauftragte besondere Akzente setzen?
 
Poppe: Wo ich die Gewichte genau legen werde, muss ich sehen, wenn ich mich eingearbeitet habe. Bis jetzt bin ich ja noch nicht einmal gewählt. Es geht um die Opfer der SED-Diktatur, denen zu ihrem Recht verholfen werden muss. Ich will eine öffentliche Auseinandersetzung über Leben in der Diktatur und deren Folgen in Gang setzen. Dann glaube ich, muss einiges in den Schulen getan werden. Ich bin hin und wieder in brandenburgischen Schulen unterwegs gewesen und habe mitbekommen, dass Schülerinnen und Schüler sehr interessiert sind, aber wenig über die SED-Diktatur wissen. Oder nur etwas von ihren Eltern am Abendbrottisch hören, was sie mit der offiziellen Geschichtsdarstellung nicht zusammenbekommen.
 
Wie sehen Sie die Stasi-Debatte in Brandenburg? Wie groß ist der Imageschaden?
 
Poppe: Auf jeden Fall gibt es einen Imageschaden. Ich will daran mitwirken, dass Brandenburg von dem Stigma der Verklärung und Verweigerung gegenüber der DDR-Vergangenheit befreit wird.
 
Wer hat Sie eigentlich zuerst gefragt, ob Sie den neuen Posten übernehmen würden?
Poppe: Das war der Innenminister Speer. Danach hatte ich auch ein Gespräch mit Ministerpräsident Platzeck. Ich habe mich dann mit verschiedenen Leuten beraten und entschieden.
 

Zuletzt geändert am: 06.01.2010 um 19:22

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