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 Lieberknecht: Wir dürfen die Opfer der SED-Diktatur nie vergessen//17.06.10

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Gedenkstätte Hohenschönhausen//24.02.2010

Veröffentlicht von Harry Hinz (hhinz) am 24.02.2010
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Dr. Hubertus Knabe in der Gedenkstaette Hohenschoenhausen zum Abschied seines Stellvertreters
Hubertus Knabe
gestern Abend in der Gedenkstätte Hohenschönhausen zum Abschied seines Stellvertreters.
„Warum hat Hitler den Reichstag so dicht an die Mauer gebaut?“ Hubertus Knabe bringt auch in seinen Büchern lebensnahe Beispiele, warum historische Bildung sinnvoll ist. Heute ging es darum, ob man totalitäre Systeme vergleichen darf, also in Deutschland immer Nationalsozialismus und den Sozialismus der DDR. Vergleichen heißt nicht gleichsetzen. Durch die Begegnung mit Zeitzeugen seien zwei mörderische Systeme erkennbar.
 

Im Saal viele ehemalige Gefangene

Der Saal ist voller Knastbrüder. Viele von Ihnen saßen in der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Hohenschönhausen. 


Prof. Dr. Michael Wolffsohn
Prof. Dr. Michael Wolffsohn
berichtet, daß sein Großvater von den Nazis enteignet wurde und dabei der gleiche Rechtsanwalt tätig wurde, der später für die Dresdner Bank die Wiedergutmachung regeln sollte. Den Historikern, die über die Geschichte der Dresdner im Nationalsozialismus gearbeitet hatten, sei das nicht aufgefallen. Sein Großvater käme in zwei von fünf Bänden vor. Ignaz Bubis habe von der Dresdner Bank als Berater zu dieser Untersuchung ein Honorar in Höhe von 300.000 Euro erhalten.
Zum Vergleich der Systeme:
Den Opfern ist es gleich, ob sie vom größten Verbrecher erniedrigt, gefoltert, umgebracht wurden oder vom zweitgrößten Verbrecher. 

Ulrike Poppe
Ulrike Poppe
Dr Erhart Neubert


Dr. Erhart Neubert berichtet über die Konflikte zwischen den Oppositionellen der fünfziger Jahre und denen der siebziger: „Was habt ihr jungen Kerle schon riskiert? Ihr seid schnell freigekauft worden. Wir waren viele Jahre im Knast, im Gulag. 

Lehmann-Brauns

Dr. Uwe Lehmann-Brauns.


Lutz Rathenow


Lutz Rathenow
aus Jena berichtet über Jena in den siebziger Jahren. Auf der Stasi-Liste zur Endzeit der DDR, aus der hervorging, wen die Stasi alles internieren wollte, waren mehr aus Jena als aus ganz Mecklenburg-Vorpommern.
 

Lea Rosh


Lea Rosh
: Die Führungsclique der DDR hat getötet, gefoltert, Gefangene mißhandelt, Entführungen veranlaßt, Diebstahl massenhaft begangen, Erpressungen auf dem Gewissen. Von 62.000 Ermittlungsverfahren nach dem Fall der Mauer führte ein Prozent zur Anklage, 99 Prozent blieben unbehelligt.

Dr. Siegfried Reiprich


Siegfried Reiprich wird heute verabschiedet. Er wird die Gedenkstätten in Sachsen leiten. „Zehn Jahre jeden Tag im Stasi-Knast arbeiten, das zehrt auch.“
Demokatie heißt, die Freiheit der Lebensgestaltung muß gesichert sein. Der Staat muß in der Demokratie den Menschen dienen. Gouvernment of the people by the people for the people.

Zuletzt geändert am: 24.02.2010 um 21:35

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