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Lieberknecht: Wir dürfen die Opfer der SED-Diktatur nie vergessen//17.06.10
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Die Union der Opferverbände
Kommunistischer Gewaltherrschaft schlägt
den Bürgerrechtler Stephan Hilsberg zum Landesbeauftragten
für die
Stasiunterlagen in Sachsen-Anhalt vor
Die
Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft
(UOKG) hat am 1.4.2010
in einem Schreiben an Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang
Böhmer den Bürgerrechtler und
Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei in der DDR
Stephan Hilsberg zum neuen
Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen des Landes
Sachsen-Anhalt vorgeschlagen.
Der Dachverband der Opferverbände der SBZ/DDR-Diktatur ist
davon überzeugt, dass nur
eine solch integere und über alle Parteigrenzen als kompetent
anerkannte Persönlichkeit wie
Stephan Hilsberg den Glaubwürdigkeitsverlust und moralischen
Schaden, den Gerhard Ruden
hinterlassen hat, beheben kann.
Die Mitglieder der UOKG sind sowohl über das menschliche
Versagen wie auch über die
aktuelle Uneinsichtigkeit des früheren Landesbeauftragten
Gerhard Ruden zutiefst enttäuscht.
Aus eigener Erfahrung ist uns Opfern klar, dass mancher, der in die
Maschinerie der Stasi
geraten ist, schwach werden konnte. Der Umgang, den Gerhard Ruden aber
heute mit den
Enthüllungen zu seiner Person an den Tag legte, lässt
uns an seiner menschlichen Integrität
zweifeln. Durch seine heutige Behauptung „Wenn einer
verhaftet wird, dann hat er ja in
erster Linie selbst daran Schuld“, macht er sich zum
Apologeten der Stasi und des Unrechtsstaats
DDR. Die Worte Rudens offenbaren, dass er weder fachlich noch moralisch
für das
Amt des Stasi-Beauftragten qualifiziert war. Wahrscheinlich hat ihm nur
seine Karrieresucht,
die ihn einst zum Denunzianten seines Freundes Heiko von der Heyde
werden ließ, motiviert,
das Amt des Stasi-Beauftragten zu übernehmen.
gez. Rainer Wagner
Bundesvorsitzender der UOKG
Zuletzt geändert am: 06.04.2010 um 19:29
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