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Lieberknecht: Wir dürfen die Opfer der SED-Diktatur nie vergessen//17.06.10
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VOS-Bundesvize: „Vorgang mit
Augenmaß statt Hysterie bewerten“
Nach Berichten der Tageszeitung „Die Welt“, wonach
Hans Altendorf, Direktor bei der Bundesbeauftragten für
Stasi-Unterlagen, vor rund 40 Jahren in „kommunistischen
Tarnorganisationen“ mitgearbeitet haben soll, hat die
Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) Herrn Altendorf zur
Stellungnahme aufgefordert.
Ronald Lässig, stellv. Bundesvorsitzender der VOS,
erklärt:
"Die Opfer der SED-Diktatur hätten schon gern gewusst, ob die
Zeitungsberichte über die politische Vergangenheit von Herrn
Altendorf den Tatsachen entsprechen, immerhin ist die Leitung der
Stasi-Unterlagenbehörde ein sensibles Tätigkeitsfeld.
Bei der Bewertung des Vorganges und eventuellen Konsequenzen ist jedoch
Augenmaß statt Hysterie angeraten. Innerhalb von 40 Jahren
muss jedem Menschen ein Erkenntnis-prozess zugestanden werden."
Laut der Zeitung «Die Welt» war Altendorf
über Jahre Politaktivist in zwei Gruppierungen, die der
westdeutsche Verfassungsschutz seinerzeit als «kommunistische
Tarn-organisationen» einstufte. Dem Blatt vorliegenden
Dokumenten zufolge war er ab An-fang der 1970er Jahre sowohl in einem
vom sowjetischen Geheimdienst KGB gelenkten
«Weltfriedensrat» sowie in der von der DDR
beeinflussten Initiative «Weg mit Berufsverboten»
tätig.
Die VOS wurde 1950 in Berlin gegründet. Sie ist der
älteste und größte Opferverband und vereint
bundesweit Tausende Opfer der SED-Diktatur und deren Sympathisanten.
Ansprechpartner: Ronald Lässig, Pressesprecher der VOS
Mobil: 0171 - 80 17 631
Zuletzt geändert am: 08.03.2010 um 18:52
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