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Lieberknecht: Wir dürfen die Opfer der SED-Diktatur nie vergessen//17.06.10
Hinzufügen Beitrag
Stasi-Opfer kritisieren
Stolpe-Äußerungen - VOS:
„Ex-Ministerpräsident verdreht
Tatsachen“ 19.03.10
Die Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) hat die
Äußerungen des früheren Branden-burger
Ministerpräsidenten Manfred Stolpe zum Umgang mit der
DDR-Vergangenheit kritisiert. In der heutigen Ausgabe der
Märkischen Allgemeinen Zeitung hatte der SPD-Politiker
anlässlich des 20. Jahrestages der ersten freien
Volkskammerwahl erklärt:
„Alles strafbare Unrecht aus der DDR-Zeit wurde geahndet.
Nichts ist offen geblieben. Mir wurde auch kein Opfer der SED-Diktatur
bekannt, dem Wiedergutmachung vor-enthalten wurde.“
Hugo Diederich, stellv. Bundesvorsitzender der VOS, erklärt:
"Herr Stolpe verdreht die Tatsachen und suggeriert, dass die
Aufarbeitung der SED-Diktatur schon erfolgt sei. Das Gegenteil ist der
Fall. In Potsdam sitzen Stasi-Spitzel indirekt am Kabi-nettstisch.
Viele ehemals politisch Verfolgte hingegen bekommen keine Opferrente,
weil sie nicht mindestens 6 Monate inhaftiert waren. Wiedergutmachung
sieht anders aus."
Der Opferverband erinnert daran, dass unter der Führung von
Stolpe, der selbst mit dem Vor-wurf der Stasi-Mitarbeit konfrontiert
ist, die Aufarbeitung in Brandenburg jahrelang systema-tisch
ausgeblendet wurde. Stasi-Überprüfungen im Landtag
fanden seit 1991 nicht mehr statt. Die Medien hatten kürzlich
diverse Abgeordnete der mitregierenden Linksfraktion der
IM-Tätigkeit überführt. Auch deren
Fraktionschefin Kaiser sieht jedoch trotz Spitzeltätigkeit
keinen Grund für einen Rückzug. Dies, so die VOS, sei
eine moralische Bankrotterklärung.
Die VOS wurde 1950 in Berlin gegründet. Sie ist der
älteste und größte Opferverband und vereint
bundesweit Tausende Opfer der SED-Diktatur und deren Sympathisanten.
Ansprechpartner:
Ronald Lässig, Pressesprecher der VOS
Zuletzt geändert am: 23.03.2010 um 18:59
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