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SED- und Stasiopfer gründen Netzwerk in Niedersachsen
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| Von Links nach Rechts: Fr. Heidi Stein, Fr. Bruni Grabow, Harry Hinz, Hr. Hesse, Hr. MdB a.D. Büttner, Fr. Strobelt. |
Von Rechts nach Links: Harry Hinz, Herr Hesse Herr Büttner, Frau Strobelt. |
Die in Niedersachsen aktiven SED- und Stasiopfer und Ihre in unserem Bundesland aktiven Opferverbände haben in Hannover ein Netzwerk gegründet. Initiator ist der heutige Garbsener Ratsvorsitzende Hartmut Büttner. Büttner hatte sich 15 Jahre lang als Abgeordneter des Deutschen Bundestages in verschiedenen Funktionen für die Opfer der SED-Diktatur eingesetzt.
Bei der Gründungsversammlung im niedersächsischen Innenministerium, einigten sich die Repräsentanten des „Netzwerk Stasiopfer-Selbsthilfe e.V.“ und der „Ehrenamtlichen Hilfe für SED-Opfer“ darauf, künftig verstärkt gemeinsam die Interessen der Kommunismusopfer wahrzunehmen.
Im Mittelpunkt stehen Hilfen bei der strafrechtlichen, juristischen und beruflichen Rehabilitierung und der neuen Opferpension. Da die Traumatisierung vieler SED und Stasiopfer bis zum heutigen Tag anhält, soll die häufig bestehende Schwellenangst zu Behörden durch die vermittelnde Hilfe von Leidensgefährten abgesenkt werden.
Weiterhin will das neue Opfernetzwerk in direkten Gesprächen mit Politikern aus Land und Bund versuchen gezielte Verbesserungen bei den SED-Rehabilitierungsgesetzen durchzusetzen.
Die DDR-Opferverbände sehen dabei in der niedersächsischen Landesregierung einen besonderen Verbündeten. Als einziges westdeutsches Bundesland unterhält Niedersachsen eine Beratungsstelle für DDR-Opfer im Ministerium für Inneres, Sport und Integration.
Gegenüber der neuen Bundesregierung bietet eine Passage der Koalitionsvereinbarung eine wichtige Grundlage für die Aktivitäten des Opfernetzwerkes. Danach verpflichtet sich die Bundesregierung, das System der Rehabilitierung und Entschädigung von SED- und Stasiopfern laufend zu überprüfen und zu verbessern.
Ansprechpartner für SED/Stasiopfer bei Rehabilitierungsproblemen:
Telefonisch: Harry Hinz (05404-917422); Heide Stein (05374-671 563); Brunhild Grabow: www.sed-opfer-hilfe.de.
Brief: Hartmut Büttner, Leinestr. 6c 30827 Garbsen, E-mail: mail@hartmut-buettner.info .
Gratulation der UOKG//10.02.2010
Sehr geehrter Herr Büttner,
im Namen der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft UOKG e.V. möchte ich Ihnen sehr herzlich zur Gründung eines Netzwerkes von SED- und Stasi-Opfern in Niedersachsen gratulieren und Ihnen unsere Sympathie bekunden. Gerade in den westlichen Bundesländern ist aus unserer Sicht eine Bündelung der Kräfte ehemals politisch Verfolgter vonnöten, um Öffentlichkeit und Politik auf ihre berichtigten Anliegen aufmerksam machen zu können. Dass die CDU-geführte Landesregierung in Hannover ein offenes Ohr für die SED-Opfer hat und Sie, Herr Büttner, nun Ihre Erfahrungen und Kontakte aus Ihrer Zeit als Bundestagsabgeordneter einbringen ist ein großes Glück für alle ehemals politisch Verfolgten in der DDR.
Es freut uns, dass die UOKG-Mitgliedsverbände "Netzwerk Stasiopfer Selbsthilfe e.V." an Ihrer Initiative teilhaben. Als bundesweit tätiger Verband unterstützt die UOKG das Niedersächsische Netzwerk gern. Für alle Fragen zum Rehabilitierungsrecht und zur sog. SED-Opferpension stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der UOKG-Beratungsstelle in Berlin gern zur Verfügung:
Florian Kresse (Juristische Beratung, kresse@uokg.de),
Carola Schulze (Sozialpsychologische Beratung, schulze@uokg.de) sowie
Katrin Behr (Beratung für von Zwangsadoptionen in der DDR Betroffene,
behr@uokg.de).
Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Theodor Mittrup
Stellv. Vorsitzender
Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft UOKG e.V.
Ruschestraße 103, Haus 1
10365 Berlin-Lichtenberg
Tel. 030 557793-51
Fax 030 557793-40
E-Mail: mittrup@uokg.de
Web: www.uokg.de
Um Zusendung von Presseberichten zum niedersächsischem Netzwerk für SED/Stasiopfer wird gebeten.
Harry Hinz, Vorsitzender Netzwerk Stasiopfer Selbsthilfe e.V. |