Magdeburg (ddp-lsa). Im Zusammenhang mit einer geplanten Fortbildungsveranstaltung für Lehrer hat sich der Staatssekretär im Innenministerium, Rüdiger Erben (SPD), von einem Diktaturenvergleich distanziert. Eine Gleichsetzung von NS-Verbrechen und SED-Diktatur sei mit dem Stiftungszweck der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt unvereinbar, sagte Erben am Donnerstag in Magdeburg. Er kündigte an, dass sich das Innenministerium und die Stiftung Gedenkstätten nicht an der Durchführung der Tagung beteiligen werden. Hintergrund ist eine für März geplante Lehrerfortbildung mit dem Thema «Diktaturvergleich als Methode der Extremismusforschung», die die Friedrich-Naumann-Stiftung und die Landeszentrale für Politische Bildung Sachsen in der Gedenkstätte «Roter Ochse» in Halle durchführen wollen.
Der Vorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VdN-BdA) in Sachsen-Anhalt, Ulrich Freyberg, betonte, ein Vergleich der NS-Zeit mit der Nachkriegsgeschichte verbiete sich. Das führe zur Verharmlosung der Verbrechen des NS-Regimes.
(ddp)
